Ein Handy in farbigem Gewand könnte mehr Freude bereiten, als eines in Weiß, Schwarz oder Grau.

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Schwarz, Weiß, Silber – lange schien sich die Tech-Industrie für Smartphones und andere Gadgets auf dieses relativ triste Standard-Farbschema geeinigt zu haben. Lediglich seltene Sondereditionen und goldene Varianten unterbrachen die Tristesse. In den letzten Jahren hat sich das aber geändert. Viele Geräte gibt es mittlerweile in allerlei bunteren Varianten. Selbst mehrfarbige Designs, etwa Huaweis "Twilight"-Kolorierung, werden erprobt.

Die Farbvielfalt dient aber nicht nur als Unterscheidungsmerkmal und Zielgruppenverbreiterung, sondern dürfte sich auch konkret positiv auf die Nutzer auswirken. Das legt eine Studie der Marshall Business School der University of California nahe.

Farbgebung über- und unterschätzt

Bei insgesamt sieben Untersuchungen wurden verschiedene Geräte in zwei Kategorien eingeteilt. "Hohe Stimulation" war das Label für alle Gadgets, die mit komplexen Mustern oder starken Farbtönen ausgestattet waren. Unter "niedrige Stimulation" fielen Produkte in unauffälligem Gewand. Die Teilnehmer wurden gefragt, wie sehr sie das Gerät wahrscheinlich mögen oder die Farbgebung als störend empfinden würden. Anschließend ließ man sie Gadgets verwenden.

Es zeigten sich zwei Tendenzen. Jene, die zuerst die farblich unspektakulären Geräte wählten und anschließend die bunten Ausgaben verwendeten, hatten überschätzt, wie sehr sie die knalligen Farben stören würden. Jene, die sich zuerst für die bunten Modelle entschieden, hatten wiederum unterschätzt, wie viel Freude sie bei deren Nutzung haben würden.

Lieber bunt statt grau

Wer sich ein neues Handy anschafft, könnte also davon profitieren, das Gerät in seiner Lieblingsfarbe zu erwerben, statt mit einer unscheinbaren Variante auf "Nummer Sicher" zu gehen. Alternativ ließe sich etwa auch der Kauf einer Schutzhülle in entsprechender Farbe überlegen. (red, 12.12.2018)