Der Friedhof der Namenlosen gilt als der traurigste Friedhof Wiens. Hier fanden jene Leichen ihre letzte Ruhestätte, die zwischen 1845 und 1940 von der Donau angeschwemmt wurden und deren Identität vielfach nie geklärt werden konnte. Viele behaupten, die Toten waren zum größten Teil Selbstmörder.

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Die ehemalige deutsche Diamantenstadt Kolmanskop ist heute ein einsames und verlassenes Dorf in der Wüste Namibias. In der einst reichsten Stadt Afrikas wurden vor mehr als 100 Jahren Diamanten abgebaut. Dieser Boom hielt jedoch nur bis in die 1930er Jahre an. Heute sind neben den Sanddünen und den alten Ruinen vor allem die Räume, in denen teilweise der Sand bis zum Türrahmen steht, bei geeignetem Lichteinfall ein wahres Spektakel für alle Besucher. Kolmanskop ist von der namibischen Hafenstadt Lüderitz aus erreichbar und im Rahmen von geführten Touren zu besichtigen.

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Ein "Must-See" in Südostasien ist die historische Königsstadt Bagan in Myanmar. Mehr als 2.000 Tempel und Pagoden erstrecken sich über das archäologische Gebiet und laden zu einer magischen Entdeckungsreise ein. Schon kleinste Geräusche in den Hallen der Tempelruinen lassen die Besucher vor allem in der absoluten Stille am frühen Morgen zusammenzucken. Das weitläufige Areal lässt sich in der Kutsche, auf dem Fahrrad oder mit einem E-Roller gut erkunden.

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Ein etwas makaberes Reiseziel ist das "Meer der Bäume", der Aokigahara-Wald, am Fuße des Fuji. Da die Bäume hier sehr dicht aneinander stehen, dringt nur wenig Tageslicht durch die Blätter. Diese Mystik zieht seit Jahrzehnten zwischen 50 und 100 Selbstmörder pro Jahr an, deshalb zählt der Wald zu den "beliebtesten" Suizidplätzen Japans. Wanderer soll eine geheimnisvolle Stimmung befallen, sobald sie den Ort betreten. Wer es doch lieber etwas weniger mystisch mag, der kann natürlich einen Bogen um den "Selbstmordwald" machen und sich ganz dem Berg Fuji widmen. Fun Fact: Der Wald wurde als Kulisse für den Horrorfilm "The Forest" genutzt.

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Das am meisten von Spuk heimgesuchte Dorf Großbritanniens soll Pluckley Village sein. Hier hat man das Grauen zum Touristenmagneten gemacht. Wer den notwendigen Mut mitbringt, kann hier beispielsweise eine Nacht auf der Elvey Farm verbringen. Der Farmer, der sich im 18. Jahrhundert hier das Leben genommen haben soll, soll noch heute des Nachts zuweilen das Haus als Poltergeist heimsuchen. In diesem Dorf gibt es kaum ein Haus, zu dem es keine Spukgeschichte gibt.

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Die prähistorische Ruinenstadt Teotihuacán in Mexiko ist eine der größten und wichtigsten in Lateinamerika. Hier wurden Menschen geopfert und teils lebendig begraben. Zu den Hauptattraktionen gehört die 65 Meter hohe Sonnenpyramide, die dritthöchste Pyramide der Welt. Die "Straße der Toten" führt die Besucher zu der etwas kleineren Mondpyramide, die eine mystische Aussicht bietet, sobald die Sonne untergeht.

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Die antike Stadt Delphi im Süden des griechischen Festlandes gehört seit über 30 Jahren zum UNESCO Weltkulturerbe und gilt als besonders magischer Ort. Hier soll Pythia, eine weissagende Priesterin, den Menschen ihre Zukunft vorausgesagt haben. Bei einem Besuch ist auch heute noch die spirituelle Kraft dieses heiligen Ortes spürbar. Auch Überreste des Tempels des Apollon, das Schatzhaus der Athener, das Theater sowie verschiedene Schatzkammern können besichtigt werden. (red, 29.10.2018)

Quellen: u.a. Evaneos

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