Das chinesische Konsulat in Pakistan wurde Ziel eines Angriffs.

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Karachi – Bei einem Angriff auf das chinesische Konsulat in der pakistanischen Großstadt Karachi sind mindestens zwei Polizisten und drei Angreifer getötet worden. Ein weiterer Beamter sei bei dem Schusswechsel am Freitag schwer verletzt worden, sagte ein Polizeivertreter der Nachrichtenagentur AFP. Eine pakistanische Separatistengruppe beanspruchte den Anschlag für sich.

Nach Angaben des Polizeivertreters versuchten bis zu vier Angreifer in das Konsulat einzudringen. Sie seien aber an einem Kontrollposten von Sicherheitskräften abgefangen worden. Nach einem Feuergefecht seien die Angreifer "weggerannt".

China hat den Angriff auf sein Konsulat scharf verurteilt. "China verurteilt jegliche gewaltsame Angriffe auf diplomatische Behörden scharf und fordert von Pakistan, praktische Maßnahmen zu ergreifen, um die Sicherheit von chinesischen Bürgern und Einrichtungen in dem Land zu gewährleisten", sagte der Sprecher des Außenministeriums, Geng Shuang.

Es kam zu heftigen Schusswechseln.
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Attacke womöglich noch nicht beendet

Die Polizei sperrte die Gegend weiträumig ab. Fotos zeigten aufsteigenden Rauch. Ein Sprecher der "Befreiungsarmee Belutschistans" sagte der AFP am Telefon, dass seine Gruppe den Anschlag verübt habe. Er sei noch nicht beendet.

Die Hafenstadt Karachi liegt im Süden Pakistans. Sie ist die größte Stadt und das Finanzzentrum des Landes.

China ist ein enger verbündeter Pakistans. In den vergangenen Jahren hat Peking im Zuge seines internationalen Infrastrukturprojekts "Neue Seidenstraße" Milliarden in dem Land investiert. (APA, dpa, 23.11.2018)