Claudia Gamon (links) gilt als Favoritin für die EU-Wahl.

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Neos-Generalsekretär Nick Donig (links) will zunächst das Programm mit den Mitgliedern diskutieren, bevor eine Personalentscheidung fällt.

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Wien – Zuerst Programm, dann Personen: Die Neos wissen noch nicht, wen sie als Spitzenkandidat in die EU-Wahl schicken wollen – als Favoritin wird intern Europa-Sprecherin Claudia Gamon genannt -, bevor sie das entscheiden, stecken sie inhaltliche Schwerpunkte ab. Die Pinken wollen sich Quereinsteigern nicht verschließen und suchen nach "Europäern, die eine Geschichte erzählen", wie es Neos-Generalsekretär Nick Donig formuliert. Als Wahlziel nennt er zwei Mandate, derzeit ist Angelika Mlinar die einzige Pinke in Brüssel.

Bei ihrer Mitgliederversammlung am Samstag in Linz wollen die Neos einen Leitantrag zu Europa beschließen. Die Entscheidung über die Zukunft Europas werde diesmal zwischen der Gruppe mit FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache, Viktor Orbán und Matteo Salvini einerseits und andererseits einer Gruppe von "progressiven Proeuropäern", zu denen sich die Neos zählen, fallen, ist Donig überzeugt.

Die Pinken wollen denn auch "als Gegengewicht" in den Wahlkampf ziehen. Von unumschränkter Europaliebe will man diesmal aber Abstand nehmen und aufzeigen, was in der EU verändert gehört. "Die Liberalen müssen so stark werden im Parlament, dass ohne sie nicht über die Zukunft Europas entschieden werden kann." (mte, 24.11.2018)