Lewis Hamilton hält die Konzentration bis zum Schluss hoch.

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Abu Dhabi – Weltmeister Lewis Hamilton geht von der Pole Position ins letzte Formel-1-Rennen der Saison. Der Mercedes-Pilot setzte sich im Qualifying zum Großen Preis von Abu Dhabi (Sonntag, 14.10 Uhr MEZ/ORF eins) gegen seinen Teamkollegen Valtteri Bottas und Sebastian Vettel im Ferrari durch. Für Hamilton ist es die elfte Pole der Saison und die 83. der Karriere. Nico Hülkenberg (Emmerich) wurde im Renault Zehnter.

"Es war schon ein emotionales Qualifying, weil ich zum letzten Mal mit diesem Auto ein Qualifying gefahren bin", sagte Hamilton: "Ich stehe diesem Auto wirklich nahe, es ist ein Privileg, dieses Auto fahren zu dürfen." Vettel gab sich trotz der verpassten Pole gelassen: "Lewis hat eine richtig starke Runde mit den härteren Reifen gezeigt, da wusste ich schon, das kann schwierig werden. Für Sonntag bin ich aber ziemlich zuversichtlich."

Vettel, der zuletzt Ende August in Spa gewinnen konnte, will im Wüsten-Flutlicht unbedingt um den Sieg kämpfen und sich nach dem verpassten WM-Titel versöhnlich in die Winterpause verabschieden. Doch dafür muss er erst einmal an diesem Hamilton vorbei. Mit dem Selbstverständnis eines fünfmaligen Weltmeisters lieferte der Brite wieder einmal auf den Punkt eine Topleistung ab.

Silberne Dominanz

Abu Dhabi bleibt jedenfalls Mercedes-Revier, zum fünften Mal in Serie stehen zwei silberne Boliden in der ersten Startreihe – das gab es noch nie. Die letzten vier Rennen konnten gewonnen werden. Traditionell entscheidet die Startaufstellung maßgeblich über den Ausgang des Rennens in Abu Dhabi, da das Überholen auf der Strecke sehr schwierig ist.

Ein X-Faktor könnte Red Bull werden. Der österreichisch-englische Rennstall hatte durch Verstappen schon zuletzt in Brasilien nach dem Sieg gegriffen. Der Niederländer muss als Sechster im Gegensatz zu seinen Konkurrenten vor ihm aber mit dem weniger haltbaren Hypersoft-Reifen starten, weil er diesen bei seiner schnellsten Runde im zweiten Quali-Abschnitt verwendet hatte. Ricciardo nimmt sein Abschiedsrennen von Red Bull – der Australier wechselt mit Saisonende zu Renault – als Fünfter in Angriff, obwohl ihm im Abschlusstraining eine defekte Wasserleitung zu schaffen machte.

Bei Alonso fast alles wie immer

Fernando Alonso (McLaren) geht als 15. in sein letztes Formel-1-Rennen. Der 37-Jährige hatte zwar Spaniens ehemaligen König Juan Carlos in seiner Box als Unterstützung, wird aber trotzdem extrem hart kämpfen müssen, um noch einmal ein paar Pünktchen zu ergattern. Da werden auch "ein paar Emotionen" im Spiel sein, sagte Alonso bei RTL. Aber das Rennen werde er wie jedes andere angehen: "Man setzt den Helm auf, setzt sich ins Auto, wartet auf Grün und fährt los." (sid, 24.11. 2018)