Lindsey Graham ist wie US-Präsident Donald Trump Republikaner.

Foto: Reuters/LEAH MILLIS

Washington – Der republikanische Senator Lindsey Graham sagte am Mittwoch, er würde seine Stimme im Senat bei Schlüsselthemen so lange zurückhalten, bis der Auslandsgeheimdienst CIA die Senatoren zum Ermittlungsstand im Fall Khashoggi brieft. "Ich werde mir nicht Möglichkeit verbieten lassen, von der CIA gebrieft zu werden, ob ihr Verständnis meinen Glauben untermauert, dass das (die Tötung von Jamal Khashoggi, Anm.) nicht ohne Wissen von Mohammed bin Salman hätte stattfinden können."

Der regimekritische Journalist Jamal Khashoggi war am 2. Oktober in der saudischen Botschaft in Istanbul ermordet worden. Khashoggi war unter anderem Kolumnist der "Washington Post". Viele Beobachter sehen den saudischen Kronprinzen Mohamed bin Salman (MbS) als Drahtzieher des Mordes. Zuletzt gab es Berichte, wonach die CIA über Tondokumente verfügt, die den Tötungsbefehl durch MbS dokumentieren.

Pompeo hinter Saudi-Arabien

US-Außenminister Mike Pompeo betonte am Mittwoch abermals, dass es keine direkten Beweis dafür gebe, dass MbS der Drahtzieher sei. Pompeo und auch Verteidigungsminister James Mattis hatten im Senat hinter verschlossenen Türen betont, dass eine Schwächung der saudisch-amerikanischen Beziehungen auch die nationale Sicherheit gefährden würde.

"Selten können wir mit unbefleckten Partnern zusammenarbeiten ... Unsere Sicherheitsinteressen können wir nicht ignorieren, auch wenn wir jemanden zur Rechenschaft ziehen wollen für etwas, das Präsident Donald Trump als 'inakzeptables und schreckliches Verbrechen' genannt hat", sagte Mattis laut Berichten. (red, 28.11.2018)