Im Hafen von Monaco versammeln sich die Reichen gerne.

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In Österreicher wird Arbeit sehr stark, Vermögen extrem niedrig besteuert. Eine neue Untersuchung der Industriestaatenorganisation OECD hat dieses bekannte Faktum mit aktuellen Zahlen untermauert. Österreich rangiert unter den 37 Industriestaaten weit hinten, nur Estland, Mexiko, Tschechien und die Slowakei heben weniger Abgaben auf Vermögen ein.

Konkret macht der Anteil der Vermögenssteuern in Österreich 0,6 Prozent des Bruttoinlandsprodukts aus. Im OECD-Schnitt liegt dieses Verhältnis bei 1,9 Prozent. Würde die Alpenrepublik den Industriestaatendurchschnitt erreichen, käme das Land auf Mehreinnahmen von 4,8 Milliarden Euro.

Auffällig ist überdies, dass Länder mit niedrigen Steuern bei den Vermögen weniger großzügig sind. In den USA machen die Vermögenssteuern beispielsweise mit 2,9 Prozent des BIP deutlich mehr aus als in der OECD insgesamt, im Vereinigten Königreich liegt das Verhältnis sogar bei 4,1 Prozent. Australien und Kanada zählen ebenfalls zu den Staaten, die bei Reichen zupacken. Am stärksten werden Vermögen in Island mit 17,6 Prozent des BIP besteuert, dahinter folgt mit Respektabstand Frankreich. Zu den Vermögenssteuern zählt die OECD unter anderem Abgaben auf Kapital, Grund und Boden oder Erbschaften.

Während es Vermögende in Österreich gut haben, belastet der Fiskus den Faktor Arbeit besonders stark, insbesondere bei den Sozialabgaben. Mit einem Anteil von 14,6 Prozent an der Wirtschaftsleistung belegt das Land Rang vier hinter Frankreich, den Niederlanden und Tschechien. Der OECD-Durchschnitt liegt bei den Sozialversicherungsbeiträgen bei 9,2 Prozent. Würde man andere Lohnsummenabgaben hinzurechnen, beispielsweise die Kommunalsteuer, rangiert Österreich noch weiter vorne.

Insgesamt ist die Steuerquote in Österreich in den letzten Jahren gesunken, mit 41,8 Prozent liegt das Land aber immerhin auf Platz sieben. Die Spitzenplätze nehmen Frankreich vor Dänemark, Belgien, Schweden, Finnland und Italien ein. (as, 5.12.2018)