San Mateo – Der Actionkamera-Hersteller Gopro will seine Produktion für den US-Markt wegen drohender Belastungen durch den Handelsstreit aus China abziehen. Das geopolitische Geschäftsumfeld erfordere Flexibilität, deshalb reagiere man proaktiv auf mögliche Zölle und verlagere den größten Teil der Kamerafertigung weg aus China, verkündete Finanzchef Brian McGee am Montag.

Gopro schrieb zuletzt rote Zahlen und tut sich schon länger schwer, sodass zusätzliche Zölle die Geschäfte stark belasten würden. Für dieses Weihnachtsgeschäft hatte die Firma eine Rückkehr in die schwarzen Zahlen dank neuer Kameras wie das Topmodell Hero 7 Black in Aussicht gestellt.

Wohin der Teil der Produktion bis zum Sommer 2019 verlagert werden soll, teilte das Unternehmen nicht mit. Seine Kameras für den internationalen Markt will Gopro weiter in China herstellen.

Die USA und China liegen seit Monaten wegen Handelsfragen im Clinch. Zuletzt hatten sie aber einen 90-tägigen Burgfrieden vereinbart, um weitere Eskalationen vorerst zu vermeiden. (APA, dpa, 10.12.2018)