In 83 Kilometern Höhe ergibt sich bereits ein schöner Blick auf die Erdkrümmung.
Foto: Reuters/Virgin Galactic

Mojave – Bei einem Testflug ist ein bemanntes Raumflugzeug von Virgin Galactic auf 83 Kilometer Höhe gestiegen. Mit dem Erreichen der Mesopause am untersten Rand der Thermosphäre ist das SpaceShipTwo somit nach NASA-Definition ins Weltall geflogen: Auch der Wiedereintritt eines zur Erde zurückkehrenden Raumschiffs beginnt offiziell dann, wenn es diese Schicht erreicht. Hier werden auch aus natürlichen Objekten, die auf die Erde stürzen, Meteore.

Die beiden Piloten Mark Stucky und Frederick Sturckow dürfen sich daher nach den Vorgaben der US-Flugaufsicht FAA nun Astronauten nennen. International wird dagegen die sogenannte Kármán-Linie in einer Höhe von 100 Kilometern über dem Meeresspiegel als Grenze betrachtet.

Das SpaceShipTwo gehört eindeutig zu den auffälliger designten Raumschiffen unserer Tage.
Foto: AP Photo/Matt Hartman

Virgin-Chef Richard Branson wetteifert mit SpaceX-Leiter Elon Musk und Amazon-Gründer Jeff Bezos darum, als erster zahlende Passagiere in den Weltraum zu befördern. Branson kündigte nach der sicheren Landung des SpaceShipTwo weitere Flüge in den kommenden Monaten an.

Und das wird auch langsam Zeit: Kritiker werfen Branson vor, seine Versprechen in den vergangenen Jahren nicht eingehalten zu haben. Bisher haben fast 700 Personen Geld für einen Flug in einem Virgin-Raumflugzeug hingelegt, darunter der Schauspieler Leonardo DiCaprio und der Popstar Justin Bieber. Ein 90-minütiger Flug soll 250.000 Dollar kosten. (APA, red, 14. 12. 2018)

SpaceShipTwo, hier mit seinem Trägerflugzeug White Knight, soll im Weltraumtourismus Einsatz finden.
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