Wien – Die Fälle von Vätern, die keinen Familienzeitbonus (Papamonat) bekommen, weil Mutter und Kind im Spital waren, häufen sich. Die Arbeiterkammer hat einen Betroffenen vor Gericht vertreten und bietet auch allen anderen Eltern Unterstützung an, betont Präsidentin Renate Anderl.

Sie fordert das Familienministerium auf, mit einem Erlass für Klarheit zu sorgen. Solange dies aber nicht geschehen ist, rät Anderl, den Bonus erst zu beantragen, wenn Mutter und Kind aus dem Spital entlassen worden sind – oder zumindest den Beginn erst nach einem Krankenhausaufenthalt zu wählen. Das könne aber nicht wirklich die Lösung sein, merkte die AK-Präsidentin an. Denn "wenn es Komplikationen bei der Geburt gibt, dann brauchen Kind und Mutter den Partner oder die Partnerin auch schon im Spital". (APA, 17.12.2018)