Beirut – Die Extremistenorganisation "Islamischer Staat" (IS) hat nach Angaben einer syrischen Menschenrechtsgruppe innerhalb zweier Monate knapp 700 Gefangene hingerichtet. Die Opfer hätten zu den 1.350 Zivilisten und Kämpfern gehört, die der IS nahe der Grenze zum Irak festhalte, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Mittwoch mit.

Die Angaben der in London ansässigen Organisation sind nicht unabhängig überprüfbar, sie stammen aber von einem Mitarbeiternetz, das im Land aktiv ist. In der Vergangenheit haben sie sich oft, aber nicht immer als korrekt erwiesen. Internationale Medien, die wegen des Bürgerkriegs nicht in Syrien tätig sein können, sind oftmals auf die Informationen der Gruppe angewiesen.

Der einst fast ganz Syrien dominierende IS beherrscht nur noch einen Landstrich östlich des Flusses Euphrat rund um die Stadt Hajin. Von den USA unterstützte kurdische Milizen haben in diesem Monat eine Offensive gegen die letzte größere IS-Bastion gestartet. Nach Angaben der kurdischen Rebellen befinden sich in der IS-Enklave mindestens 5.000 IS-Kämpfer. Darunter sollen viele Ausländer sein, die sich offenbar unter keinen Umständen ergeben wollen. (Reuters, 19.12.2018)