Trump löst mit einem Telefonat heftige Kritik aus – diesmal geht es um den Weihnachtsmann

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US-Präsident Donald Trump bei einer Weihnachts-Veranstaltung einen Entrüstungs-Sturm im sozialen Netzwerk Twitter ausgelöst. Trump hatte sich an der traditionellen weihnachtlichen Telefonaktion des nordamerikanischen Luft- und Weltraum-Verteidigungskommandos Norad beteiligt. Dort können Kinder seit 1955 anrufen, um sich zu erkundigen, wie weit der Weihnachtsmann bei seiner Reise um die Welt gekommen ist. Hunderte von Freiwilligen nehmen die Anrufe der Kinder entgegen und berichten, wo die Satelliten und Radars von Norad "Santa Claus" gesichtet hat.

"Grenzwertig"

Trump sprach bei der Aktion mit einer Siebenjährigen und sagte ihr: "Du glaubst immer noch an Santa?" Und bemerkte: "Weil mit sieben (Jahren) ist das grenzwertig, nicht wahr?" Daraufhin wurde Twitter mit Kritik am Präsidenten bombardiert, weil er Zweifel an vielfach geliebten Kindheitsträumen gesät hatte. "Es ist einfach unvorstellbar, dass Trump den Heiligabend damit verbringt, Siebenjährige zu sprechen und ihnen zu erzählen, an Santa noch in ihrem Alter zu glauben, sei grenzwertig", erboste sich etwa der Senator Chris Murphy von den oppositionellen Demokraten.

"Das einzig Richtige"

Die Kabarettistin Dan Amira reagierte mit Sarkasmus: "Eigentlich gibt es keinen Himmel. Wenn du stirbst, verrottest du in der Erde und wirst von Würmern gefressen. Frohe Weihnachten Timmy." Es gab jedoch auch Twitter-Nutzer, die Trump offenbar verteidigten wollten. "Trump hat eine Masse von Dingen falsch gemacht, aber einem Siebenjährigen nahezulegen, dass Santa nicht existiert, ist wahrscheinlich das einzige Richtige, was gemacht hat seitdem er im Amt ist", twitterte Irtiza Sheikh. "Irgendjemand muss es schließlich tun." Die US-Regierung lehnte zunächst eine Stellungnahme zu den Tweets ab.

Das siebenjährige Mädchen in den USA glaubt weiter an den Weihnachtsmann, auch wenn US-Präsident Donald Trump sie am Vortag in einem Telefonat leicht irritiert hatte. Journalisten hatten das Mädchen Collman Lloyd am Dienstag in Lexington im US-Staat South Carolina ausfindig gemacht und nach ihrem Gespräch mit Trump ausgefragt. (APA, Reuters, red, 26.12.2018)