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Der neue Mobilfunkstandard 5G birgt nach Einschätzung von Hamburgs Verfassungsschutzchef Torsten Voß Risiken für die Innere Sicherheit. "Das Problem sind die Verschlüsselungsmöglichkeiten durch 5G", sagte Voß.

Extremisten und Terroristen

Diese würden "natürlich auch Extremisten und Terroristen für ihre Kommunikation ausnutzen". Während derzeit nur bestimmte Messenger-Apps mit sogenannter Ende-zu-Ende-Verschlüsselung abhörsicher seien, sei das bei Gesprächen im 5G-Netz generell der Fall. Das sei gut für den Datenschutz, aber ein "enormes Problem" für die Sicherheitsbehörden.

Voß, der den für den Verfassungsschutz zuständigen Arbeitskreis 4 der Innenministerkonferenz leitet, sprach sich für eine "technische Zugriffsmöglichkeit" aus, über die Behörden bei "begründeten Anlässen wie zum Beispiel Terrorverdacht" und mit Zustimmung der zuständigen G10-Kommission des Bundestages Telefongespräche abhören könnten. Er sei jedoch skeptisch, ob die Hersteller den Sicherheitsbehörden auf den Geräten eine solche Hintertür offen lassen würden.

Bundestrojaner kommt nach Österreich

In Deutschland sollen die ersten 5G-Netze 2020 an den Start gehen, in Österreich könnte es 2019 werden. Neben dem klassischen Abhören, setzen Ermittler in Deutschland auch auf Spionagesoftware, die auf Handys installiert wird. In Österreich soll der Bundestrojaner ebenfalls. 2019 kommen. (APA/red, 28.12. 2018)