Ein Foto von Jean-Jacques Savin, wie er sein Fass ins Wasser lässt.

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Paris – Nachricht aus einem Fass im Atlantik: "Alles läuft gut", heißt es auf der Facebook-Seite des abenteuerlichen Projekts von Jean-Jacques Savin. Der 71-Jährige aus Frankreich will mit einer Sperrholztonne den Atlantik überqueren. Vor einer Woche ist er laut der Facebook-Seite von der Kanaren-Insel El Hierro aus gestartet.

Am Donnerstag war er den Koordinaten zufolge mitten im Atlantik, etwas nordwestlich der Insel. Drei Meter hohe Wellen würden Savin dazu zwingen, festgeschnallt zu schlafen. "Alles Gute für 2019", heißt es weiter in dem Beitrag.

Ein kurzes Video von AFP, in dem Jean-Jacques Savin über seine Motivation spricht.
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Savins orangefarbenes Fass ist drei Meter lang und rund zwei Meter breit und soll nur mithilfe günstiger Winde und der Strömung bis in die Karibik treiben, wie der Pensionist und Triathlet auf der Webseite des Projekts mitteilt. Savin war nach eigenen Angaben früher Fallschirmjäger und Pilot und stammt aus der französischen Küstenstadt Ares in der Nähe von Bordeaux.

"Ich schlafe wie ein Baby"

Kurz nach Weihnachten ist Savin mit seiner Tonne gestartet – wenn alles klappt, kommt er rund drei Monate später in der Karibik an. Savin hat sein Fass häuslich eingerichtet – es gibt ein Bett, eine kleine Küche und einen Schreibtisch. "Ich schlafe wie ein Baby", erzählte er kurz nach dem Start dem Sender France Bleu. Dank der Satellitenortung via GPS kann man die Reise des Abenteurers live im Internet verfolgen.

Savins Vorbild ist der Segler Alain Bombard. Er überquerte 1952 mit einem Schlauchboot und ohne Proviant den Atlantik und ernährte sich unterwegs von Plankton und ausgepressten Fischen. Savins Reise soll auch wissenschaftliche Zwecke erfüllen – so wird in Zusammenarbeit mit Ärzten etwa Einsamkeit erforscht. (APA, 3.1.2019)