Wien / Klagenfurt / St. Pölten – Die kirchenkritische katholische Laieninitiative hat die Causa Bischof Alois Schwarz genutzt, um ihre Forderung nach Mitsprache bei Bischofsernennungen für Laien und Klerus von betroffenen Diözesen zu erneuern. "Nur durch Transparenz bei Ernennung und Amtsführung von Bischöfen kann die beschädigte Glaubwürdigkeit der Kirche zurückgewonnen werden", hieß es in einer Aussendung am Donnerstag. Die Vorgänge um die Amtsführung des Bischofs in Kärnten hätten einmal mehr gezeigt, dass die Kirche noch immer auf Vertuschung setze.

Die Vorwürfe seien seit Jahren bekannt, trotzdem habe man offiziell darüber geschwiegen. Schwarz wurde nach St. Pölten versetzt, die Veröffentlichung eines Berichts über seine Amtsführung wollte Rom verhindern. Nun soll der Salzburger Erzbischof Franz Lackner die Vorgänge untersuchen und dem Vatikan berichten. "Die vom Missbrauchsskandal bekannte Taktik – Vertuschung und Versetzung – wird von Rom noch immer angewendet", kritisierte deshalb der stellvertretende Vorsitzende der Laieninitiative, Peter Pawlowsky. (APA, 10.1.2019)