Robbie Williams (rechts) reibt sich an seinem ranghöheren Nachbarn, an Jimmy Page. So ein Frechdachs.

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Jimmy Page hat ein Problem. Das kann man sich zwar nur schwer vorstellen, immerhin gilt er als Gottheit – zumindest im Fach des Heavy Rock. So betrachtet imaginiert man den Briten kaum je in der Nähe profanen Ungemachs. Doch ein solches plagt den einstigen Gitarristen von Led Zeppelin. Nachdem wir uns vom Gebetsteppich erhoben haben, fragen wir uns natürlich, wie und was das sein kann. Es ist der Nachbar.

Jenseits des Zauns in seiner Londoner Nobelbezirksresidenz wohnt Robbie Williams, und der will auf seinem Grundstück einen unterirdischen Swimmingpool errichten lassen. Wer kennt dieses Bedürfnis nicht?

Mit Rockmusik gegen den Rockmusiker

Page aber befürchtet erhebliche Störungen seines ruhenden Genies durch die Bauarbeiten und trachtet danach, diese zu verhindern. Das artete in einen Nachbarschaftsstreit aus, der auf Williams' Seite einigermaßen perfide geführt wird. Er soll Page mit lauter Rockmusik schikanieren.

Not amused: Jimmy Page.

Nun könnte man erwarten, dass Page diesbezüglich einigermaßen geeicht wäre, gilt er doch eigentlich als Vertreter der Verursacherseite. Doch ausgerechnet Musik von einstigen Konkurrenten wie Black Sabbath und Deep Purple soll Williams durch seinen Garten böllern lassen, um Page zu ärgern. Ob er dabei "take that!" in Richtung seines Nachbarn ruft, ist nicht überliefert.

Auch Robert Plant kommt zum Handkuss

Auch soll Williams als Robert Plant verkleidet durch seinen Garten gehüpft sein. Plant, wir knien wieder auf dem Gebetsteppich, war der Sänger von Led Zeppelin. Man merkt, es handelt sich dabei um eine Auseinandersetzung auf höchstem RTL2-Niveau.

Wie es weitergeht, ist ungewiss; im Moment herrscht eine Art Waffenstillstand. Aber vielleicht ist es nur die Ruhe vor dem Sturm und Mister Page lässt schon den Plattenspieler warmlaufen, um mit Quit Playin' Games zu antworten. Von den Backstreet Boys. (Karl Fluch, 15.1.2019)