Vladimir Putin war zweimal Russlands Präsident, bevor er das Amt mit Aleksandar Medwedjew tauschte und Ministerpräsident wurde. Erst danach konnte er laut russischer Verfassung wieder zur Präsidentenwahl antreten, die er – so wie alle Wahlen – mit Mitteln gewonnen hat, die Russland nicht gerade an die Spitze globalen Demokratieindex reihen. Da sich Putin nun (wieder einmal) in seiner zweiten Amtszeit als russischer Präsident befindet, darf er 2024 nicht neuerlich antreten. Offensichtlich ist das Amt des Regierungschefs nun unter seiner Würde. Deshalb plant er wohl Präsident der (seit 1999 vornehmlich auf dem Papier existierenden) Union zwischen Russland und Weißrussland zu werden. Das würde ihn dann protokollarisch sogar noch höher stellen. Um den demokratischen Schein zu bewahren, wird dieses Amt verfassungsgemäß natürlich auch auf zwei Perioden begrenzt sein. Also wird danach eine Union zwischen Russland, Weißrussland und Kasachstan gegründet und so fort. Nach gut 100 Jahren (die drei baltischen Staaten werden unisono) hat es Vladimir dann geschafft und ist der Überpräsident aller früheren 15 Sowjetrepubliken. Dann hat er in fortgeschrittenem Alter endlich seinen Kindheitstraum erreicht und ist Staatspräsident der Sowjetunion 2.0. (Markus A. Gaßner, 15. 1.2019)