Der Direktor der Stiftung Gedenkstätte Buchenwald will keine AfD-Politiker in Buchenwald sehen.

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Weimar – Politiker der AfD sind bei einer Gedenkveranstaltung zu Ehren der Holocaust-Opfer im ehemaligen Konzentrationslager Buchenwald nicht willkommen. Vertretern der Partei werde die Teilnahme an einer Kranzniederlegung der Thüringer Landesregierung und des Landtags am Freitag verwehrt, teilte Volkhard Knigge, Direktor der Stiftung Gedenkstätte Buchenwald, am Donnerstag mit.

Er verwies in einem Brief an die AfD-Fraktion im Erfurter Landtag auf Äußerungen des Thüringer Fraktionschefs Björn Höcke, der 2017 in einer Rede über die Aufarbeitung des Nationalsozialismus die "dämliche Bewältigungspolitik" in Deutschland kritisiert und eine "erinnerungspolitische Wende um 180 Grad" gefordert hatte. Die Gedenkstätte hatte Höcke bereits vor einem Jahr Hausverbot erteilt.

"Keinerlei Distanzierung"

"Herr Höcke hält bis heute an seiner Haltung zur Erinnerungskultur fest. Auch aus Ihrer Fraktion ist uns keinerlei Distanzierung von seinen Positionen bekannt geworden", hieß es in dem Brief an die AfD-Fraktion. "Wer sich innerhalb der AfD nicht glaubhaft gegen solche Positionen und das damit verbundene verharmlosende, relativierende Geschichtsbild wendet, unterstützt sie."

Die Gedenkstätte Buchenwald erinnert an die etwa 56.000 Menschen, die dort in der NS-Zeit getötet wurden. Weitere etwa 7.000 Menschen starben in der anschließenden Zeit der Nutzung des Geländes als sowjetisches Speziallager. 1958 wurde dann die Nationale Mahn- und Gedenkstätte Buchenwald eröffnet. (APA, 25.1.2019)