Taliban-Kämpfer (Archivbild).

Foto: REUTERS/Sayed Salahuddin

Washington/Kabul – In den Verhandlungen mit den radikalislamischen Taliban hat es nach Angaben des US-Sondergesandten für Afghanistan, Zalmay Khalilzad, "bedeutende Fortschritte" gegeben. Die Gespräche mit den Taliban in Katar seien "produktiver" als in der Vergangenheit gewesen, erklärte Khalilzad nach sechstägigen Gesprächen am Samstag im Kurzbotschaftendienst Twitter.

"Wir haben bedeutende Fortschritte in wichtigen Fragen gemacht", erklärte der US-Unterhändler.

Angeblich Abzug binnen 18 Monaten

Aus dem Taliban-Umfeld erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters, dass über einen Entwurf für einen Friedensvertrag gesprochen wurde. Nach einem Deal könnten dadurch innerhalb von 18 Monaten fremde Truppen aus Afghanistan abziehen. Es blieb allerdings unklar, ob die in dem Papier genannten Punkte am Ende für beide Seiten akzeptabel sind. Vorgehen sei unter anderem ein Waffenstillstand, auch wenn die zeitlichen Vorgaben dafür noch unklar seien. Im Februar solle es weitere Verhandlungen in Doha zu dem Papier geben.

Eine Einigung mit den Extremisten könnte den seit 17 Jahren währenden Afghanistan-Krieg beenden. Die Taliban, die immer wieder Anschläge in Afghanistan verüben, lehnen Gespräche mit der Regierung in Kabul ab und verhandeln direkt mit den verfeindeten USA.(red, APA, AFP, 26.1.2019)