Die Fiakerpferde, genau genommen deren Hufeisen, ärgern die Bezirksvorstehung im ersten Bezirk.

Foto: Matthias Cremer

Wien – Wiens Fiakerpferde könnten schon bald auf leiseren und schonenderen Sohlen unterwegs sein. Der Bezirksvorsteher der Inneren Stadt, Markus Figl (ÖVP), sprach sich am Dienstag für eine Verpflichtung zur Nutzung von Kunststoff- beziehungsweise Gummihufbeschlägen aus.

Er bezog sich dabei auf eine Studie der Veterinärmedizinischen Universität, die laut Radio Wien im Auftrag der Stadt den Einsatz derartiger Hufe geprüft hat. Die Plastikprodukte sind demnach für den Einsatz geeignet – auch wenn es nicht möglich sei, für alle Pferde eine Empfehlung abzugeben, da diese vom Typ unterschiedlich seien. Der große Vorteil laut der Studie: Der Kunststoff beschädigt den Asphalt nicht.

750.000 Euro Schaden pro Jahr

"Die Fiaker sind für die Innere Stadt eine immense finanzielle Belastung. Wir sind budgetär nicht in der Lage, die jährlich anfallenden Schäden von etwa 750.000 Euro am Straßenbelag dauerhaft zu reparieren", sagt Figl. Die Gummihufe seien hingegen offenbar in der Lage, die Schäden beinahe auf null zu senken und auch auf die Gesundheit der Tiere Rücksicht zu nehmen. (APA, 29.1.2019)