Harley Davidson verdient pro verkaufter Maschine allerdings deutlich mehr als KTM.

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Wien/Mattighofen/Milwaukee – Mit dem Rekordabsatz von 261.500 Maschinen im Vorjahr hat KTM bei der Absatzzahl die US-Kultmarke Harley Davidson (rund 230.000) erstmals überholt. Freilich haben die Motorradtypen beider Marken wenig miteinander gemein, die "Harleys" (Chopper) sind weit schwerer als die KTM-Motorräder (Enduro/Motocross). Vor allem in Indien verkauft KTM mit Partner Bajaj auch besonders viele kubikschwache Bikes.

Laut "Bloomberg" verdient Harley Davidson pro verkaufter Maschine auch deutlich mehr als KTM. Während die kriselnden Amerikaner 2.300 Dollar netto pro Bike verdienen sind es bei den Oberösterreichern lediglich knappe 380 Dollar (aktuell rund 333 Euro). Harley Davidson leidet unter anderem unter dem Handelskrieg von Donald Trump, rechnet für heuer nur mehr mit einem Absatz von 220.000 Stück.

KTM steigerte auf den wichtigsten Märkten Europa (auf rund 110.000 Motorräder), Nordamerika (rund 55.000 Motorräder) sowie Indien (rund 49.600 Motorräder) im Vorjahr wie berichtet seine Verkäufe. Für heuer rechnet die Firma von Stefan Pierer für den amerikanischen Markt mit einem weiteren Marktrückgang und in Europa mit einer Konsolidierung. "Aufgrund der steigenden Volatilitäten des globalen wirtschaftlichen und politischen Umfeldes legt KTM in den nächsten beiden Jahren den Fokus auf Effizienz- und Produktivitätssteigerung."

Marktführer weltweit ist Honda aus Japan. Der Gigant beherrscht rund 30 Prozent des weltweiten Motorradmarktes und verkaufte 2017 rund 18 Millionen Motorräder und -roller rund um den Globus. (APA, 31.1.2019)