Die Einnahmen sollen zur Sanierung des maroden U-Bahnsystems genutzt werden.

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New York – Fahrten mit Taxis und Fahrdienstvermittlern wie Uber und Lyft werden in New York ab sofort teurer. Am Wochenende trat eine neue Regelung in Kraft, die für Fahrten in der Südhälfte Manhattans – also in oft verstopften Stadtteilen – extra Gebühren von umgerechnet etwa 2,30 Euro pro Fahrt vorschreibt.

Die Stadt erhofft sich davon Einnahmen von bis zu eine Million Dollar (870.000 Euro) täglich, die zur Sanierung des maroden U-Bahnsystems genutzt werden sollen. Mit im Schnitt 5,7 Millionen Fahrgästen pro Tag zählt das U-Bahnnetz der Metropole zu den größten weltweit. Dort ist teils jahrzehntealte Technik im Einsatz; Arbeiten zur Modernisierung wurden immer wieder aufgeschoben. Verspätungen und überfüllte Züge sind an der Tagesordnung. Die Transportbehörde MTA will über zehn Jahre nun Signalanlagen und Bahnhöfe erneuern und mehr als 3.600 neue Waggons sowie rund 5.000 neue Busse einführen. Medienberichten zufolge würden die Arbeiten rund 37 Milliarden Dollar (32 Mrd. Euro) kosten.

Parallel läuft in New York ein Streit über den Mindestlohn für Fahrer von Uber, Lyft und anderen Diensten. Der Stadtrat hatte im Dezember den landesweit ersten Mindestlohn von 17,22 Dollar (etwa 15 Euro) für diese Fahrer verabschiedet. Die kleineren Dienste Lyft und Juno sahen sich hier im Nachteil gegenüber Marktführer Uber und hatten geklagt. Bürgermeister Bill de Blasio bezeichnete die Klage am Freitag als "Frechheit".

Die Zahl von Fahrdienst-Autos hat in New York in den vergangenen Jahren explosionsartig zugenommen. Derzeit sind dort rund 80.000 Fahrzeuge von Uber, Lyft und vergleichbaren Diensten unterwegs und nur noch etwa 13.500 Taxis. (APA, 3.2.2019)