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Ein US-Unternehmen, das harte Smartphone-Abdeckgläser, zum Teil aus synthetischen Diamanten, herstellt, war Teil einer Undercover-Operation des FBI, um Beweise gegen Huawei zu sammeln. Das berichtet "Bloomberg" in einem aktuellen Bericht. Akhan Semiconductor hatte Huawei Proben seines Produkts geschickt, jedoch abgemacht, dass das Unternehmen diese nicht brechen darf und sie nach zwei Monaten retournieren muss. Jedoch bekam das Start-Up sein Glas erst verspätet und schwer beschädigt wieder – zudem fehlte ein Stück.

Sting-Operation

Das Unternehmen meldete den Vorfall und die Tatsache, dass die Probe offenbar auch illegalerweise in China war, bei dem FBI. Die Behörde sammelte daraufhin sämtliche E-Mails und andere schriftliche Daten und hörte ein Telefonat ab. Dann versandte die Behörde den CEO und den Geschäftsführer des Start-Ups nach Las Vegas, wo sie zwei Manager von Huawei trafen und das Gespräch mitaufnahmen.

Kein Wissen über beschädigte Proben

Die beiden Mitarbeiter bestritten, Gesetze gebrochen zu haben und warfen während des Treffens auch in den Raum, dass die US-Regierung das Meeting überwachen könnte. Die Mitarbeiter ließen Akhan wissen, dass sie noch Interesse an ihrem Glas hätten – wüssten aber nichts von den beschädigten Proben.

Laut Bloomberg ist offen, wie das FBI weiter vorgehen wird. Es kann sein, dass entschieden wird, dass Huawei sehr wohl Geschäftsgeheimnisse gestohlen hat, oder aber es gibt keine Anklage.