Wenn in den heimischen Alpen die Gletscher schmelzen, ist das schlimm. Erst kommt es vereinzelt zu Flutwellen (wenn wieder einmal eine Gletscherzunge abbricht), dann wird es in den Bergen immer wärmer (weil die Sonneneinstrahlung nicht mehr reflektiert wird). Noch viel schlimmer ist es allerdings, wenn sich das Ganze im Himalaya abspielt, der 250 Millionen Menschen direkt mit Trinkwasser versorgt und für weitere 1,65 Milliarden Menschen die landwirtschaftliche Bewässerung sicher. Ganz egal, welche Klimaziele noch erreicht werden (sollen) – ein Drittel der Gletscher wird in jedem Fall schmelzen. So wie sich die Politik zurzeit anstellt, wird es allerdings wesentlich mehr sein. Wenn also die Gletscher des Himalaya schmelzen, dann bleiben die Speicher der Wasserkraftwerke leer und die Landwirte können ihre Felder nicht mehr bewässern. Die Folge sind Verteilungskämpfe und Krieg am Hindukusch. Krieg führt bekanntermaßen zu Migration. Und damit wäre auch gleich die noch nicht gestellte Frage beantwortet, was das alles mit uns zu tun hat. (Markus A. Gaßner, 6.2.2019)

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