Huawei im Zwielicht.

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Ein ranghoher Europavertreter des chinesischen Telekommunikationsriesen Huawei hat Vorwürfe zurückgewiesen, wonach der Konzern seine Technik zu Spionagezwecken einsetzt. Abraham Liu sagte am Donnerstag bei einem Empfang zum chinesischen Neujahr in Brüssel, diese "unbegründeten und unsinnigen Behauptungen" seien "schockierend" und "manchmal amüsant".

Die Frage der Cybersicherheit sollte eine "technische, keine ideologische Frage" sein. Huawei sei "stets bereit, die Überprüfung und die Vorschläge aller europäischer Regierungen, Kunden und Partner anzunehmen", fügte Liu hinzu. Er kündigte außerdem für den kommenden Monat die Eröffnung eines Brüsseler Huawei-Zentrums für Cybersicherheit an. "Wir hoffen, dass wir mit Hilfe dieses Zentrums transparenter zeigen können, dass wir Teil der Lösung und nicht des Problems sind", sagte er.

Vorwurf

Die USA und andere Länder werfen dem Konzern eine zu große Nähe zu den chinesischen Behörden vor und sehen Huawei als Gefahr für ihre Cybersicherheit.

In Deutschland sieht das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik bisher zwar keine konkreten Beweise für einen Spionageverdacht gegen den chinesischen Netzwerkausrüster. Deutsche Sicherheitsbehörden warnen aber vor einem Einsatz der Huawei-Technik, weil das Mobilfunknetz 5G der neuen Generation zur kritischen Infrastruktur gehöre und deshalb besonders geschützt werden müsse. (APA, 8.2.2019)