Vorerst wird der Sportwagen Milan Red wohl nicht abheben.

Foto: milan automotive/gerrit gloeckner

Wien – Mit bis zu 400 km/h sollten Käuferinnen und Käufer des Milan Red, eines Supersportwagens made in Austria, bald über die Rennstrecken der Welt rauschen. Denn die 1.325 PS sind wohl kaum für den normalen Fahrbetrieb geeignet. Erst im Juli 2018 wurde das Geschwindigkeitsmonster in Leobersdorf vorgestellt. Jetzt scheint das ambitionierte Projekt erst einmal auf der Bremse zu stehen.

Gegen Markus Fux, den Geschäftsführer von Milan Automotive und "Chefkonstrukteur" des Milan Red, ermittelt die Staatsanwaltschaft Wien wegen Verdachts des schweren Betrugs und der Veruntreuung. Das bestätigt die Behörde auf Anfrage des STANDARD. Am Montag nahmen ihn die Ermittlungsbehörden in Haft. Angezeigt wurde Fux von dem niederösterreichischen Immobilieninvestor Christoph G.

Im Gespräch mit dem "Kurier" bestritt Fux zuletzt die Vorwürfe: "Ich habe mich nicht bereichert. Das ganze Geld steckt in der Firma", rechtfertigte sich der Ex-Rennfahrer noch vor zwei Wochen. Wie es mit dem Projekt weitergeht, ist unklar. Bisher gibt es jedenfalls nicht einmal einen funktionstüchtigen Prototyp des Sportwagens. Nur ein Modell ohne Motor wurde bei verschiedenen Gelegenheiten präsentiert. (red, 13.2.2019)