Lyndon LaRouche wollte US-Präsident werden.

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Washington – Er bewarb sich siebenmal um die Präsidentschaftskandidatur der US-Demokraten, vertrat Verschwörungstheorien und hatte eine kleine, aber treue Anhängerschaft – nun ist Lyndon LaRouche im Alter von 96 Jahren gestorben. Wie seine politische Bewegung LaRouche PAC am Mittwoch auf ihrer Website mitteilte, starb der umstrittene Politiker am Dienstag.

Wo LaRouche starb und woran, wurde nicht mitgeteilt. In den vergangenen Jahren hatte er in einem stark gesicherten Anwesen in Leesburg im Bundesstaat Virginia gelebt.

1976 war LaRouche als Präsidentschaftskandidat der von ihm gegründeten US Labor Party angetreten, bei den kommenden Wahlen bis 2004 bewarb er sich jedes Mal um die Präsidentschaftskandidatur der US-Demokraten, kam aber nie zum Zuge.

1988 wurde er wegen Betrugs und Steuerhinterziehung zu 15 Jahren Haft verurteilt. Noch aus dem Gefängnis heraus bewarb er sich 1992 um die Präsidentschaftskandidatur, bevor er zwei Jahre später vorzeitig aus der Haft entlassen wurde.

Im Laufe seiner politischen Karriere entwickelte sich LaRouche vom Linksextremen zum Rechtsextremen und propagierte eine eigene Ideologie voller Verschwörungstheorien, wonach etwa das Britische Empire und der Internationale Währungsfonds (IWF) Werkzeuge zur Erlangung der Weltherrschaft seien.

Auch Antisemitismus wurde LaRouche vorgeworfen, was er allerdings zurückwies. Der Einfluss des Politikers reichte sogar bis nach Deutschland: Dort gründeten Anhänger die rechtsextreme Europäische Arbeiterpartei. (APA, 14.2.2018)