Vor über zwei Jahren wurde Donald Trump zum US-Präsidenten gewählt und ich war fassungslos. Da ich weder Politiker, noch sonst in irgendeiner Form öffentlich tätig, bin ich – ein STANDARD-Leser der ersten Stunden – der Einladung zum User-Kommentar gefolgt und habe der Redaktion meine Gedanken zu Trump, US-Wahlkampf und Algorithmus geschickt. Zu meiner Überraschung wurde mein Beitrag umgehend auf dem Portal des STANDARD veröffentlicht. Und weil das so viel Spaß gemacht hat, folgten weitere User-Kommentare. Bis man mir einen Standard-Userblog anbot. Den befülle ich nun seit über zwei Jahren – mehr oder weniger regelmäßig, je nachdem wie es Brotberuf und private Umstände erlauben. Bei Inhalt und Gestaltung habe ich freie Hand. Meine Blogeinträge werden redigiert und oft mit einem passenden Foto ergänzt. Wenn einmal etwas nicht passt oder schlecht recherchiert erscheint, dann wird das auf kurzem Weg und auf Augenhöhe ausdiskutiert.

Die US-amerikanische Social-Media-Plattform kennt den fremden Markt nicht

Es gibt auch andere Plattformen, auf denen Millionen User ihre Kommentare zum Besten geben. Die führenden Anbieter sind dafür US-amerikanische Social-Media-Plattformen wir Facebook und Twitter. Die müssen – genauso wie der STANDARD – darauf achten, dass ihre Plattform nicht mit rassistischen oder sexistischen Inhalten zugemüllt oder sonst irgendwie missbraucht werden. Leider gelingt ihnen das mehr schlecht als recht. Jüngst wurden die Twitter-Accounts des Antirassismus-Vereins Zara und der Schriftstellerin Stefanie Sargnagel gesperrt – aus österreichischer Perspektive völlig unverständlich. Im Gegensatz zu den beiden Ausgeschlossenen findet man auf Twitter und Co allzu viel anderes, das nach österreichischem Strafrecht geahndet werden müsste. Dass solches in den User-Blogs und Foren des STANDARD nicht zu lesen ist, verdankt der Leser einem engagierten Redaktionsteam. Und dem sei das an dieser Stelle herzlich gedankt. Auch in eigener Angelegenheit. (Markus A. Gaßner, 17.2.2019)