Die Briten wissen nicht, wie sie den April erleben werden – als EU-Bürger, im totalen Chaos (No-Deal-Brexit) oder weiterhin in Limbo mit einem Parlament, das immer noch nicht weiß, was es will. Immerhin gibt es im Vereinigten Königreich ein paar wenige Behörden, die sich gewissenhaft auf einen No-Deal-Brexit vorbereiten. Als EU-Mitglied verfügen die Briten über 40 Handelsabkommen mit mehr als 70 Ländern, die insgesamt 15 Prozent des Handelsaufkommens regeln. Diese fallen beim ungeregelten Ausstieg aus der EU mit einem Schlag weg. Man sollte meinen, dass hier rechtzeitig Vorsorge getroffen wird. Mitnichten. Wie vergangene Woche durchsickerte, wurden bislang erst sechs direkte Handelsabkommen abgeschlossen, das jüngste mit der Schweiz. Das heißt, dass noch weitere 30 Handelsabkommen einer gegenseitigen Unterschrift harren. Bis zum 29. März wäre das ein Handelsabkommen pro Arbeitstag. Das wird knapp. (Markus A. Gaßner, 17.2.2019)