Das passt ja so überhaupt nicht zum polternden "Make America great again"-Präsidenten, der alles andere als auf den Mund gefallen ist. Überall, wo er auftaucht, beherrscht er den Raum und rempelt schon auch mal den montenegrinischen Regierungskollegen Duško Marković brutal zur Seite, um selbst im Kameralicht zu erscheinen. Wenn man einen Politiker als laut und präsent bezeichnen kann, dann steht Trump an erster Stelle. Da reicht es schon, dass nur sein Name fällt und alles dreht sich um.

Umso pikanter erscheint es, wenn Trumps Vize Mike Pence den Teilnehmern der Münchner Sicherheitskonferenz die Grußworte seines Chefs überbringt und im Raum Stille herrscht. Bei jedem anderen ungeliebten Politikerkollegen würde man wenigstens höflichkeitshalber ein paar Mal in die Hände klatschen. Doch bei Donald Trump passiert – nichts. Und was sagt uns das über die aktuelle Befindlichkeit der internationalen Politikerelite? Hopfen und Malz verloren? Man könnte es natürlich auch positiv sehen – wenigstens schlagen sie sich nicht die Schädel ein. (Markus A. Gaßner, 17.2.2019)