Die Familientrennungen an der US-mexikanischen Grenze bewegen weiter die US-Politik.

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Washington – Die Demokraten im US-Kongress wollen die Regierung von Präsident Donald Trump zur Herausgabe von Dokumenten zwingen, die sich um die Trennung von Familien an der Grenze zu Mexiko drehen. Ein Ausschuss des von den Demokraten kontrollierten Repräsentantenhauses stimmte am Dienstag für diese Maßnahme.

Der Demokrat Elijah Cummings will so erreichen, dass das Justiz-, das Gesundheits- und das Heimatschutzministerium Details dazu herausgeben, wie alt die Kinder waren, die an der Grenze von ihren Eltern getrennt wurden, und aus welchen Ländern sie stammten. Außerdem sollen die Ministerien sämtliche Einrichtungen auflisten, in denen die Kinder festgehalten wurden oder noch werden. Cummings sagte, die Regierung habe diese Informationen bisher nicht geliefert.

Im Rahmen ihrer sogenannten Null-Toleranz-Politik gegenüber Einwanderern, die die Grenze illegal übertreten, hatte die Regierung von Donald Trump im vergangenen Sommer mehr als 2.700 Kindern von ihren Eltern getrennt. Nach massiver Kritik vollzog Trump eine Kehrtwende und ordnete per Dekret ein Ende der umstrittenen Praxis an. Daraufhin wurden Eltern und Kinder gemeinsam festgehalten. (APA, 26.2.2019)