Während sich die Tiroler Landespolitik am Mittwoch noch damit beschäftigte, wie man die Almwirtschaft nach dem interessanten Urteilsspruch zur Kuhattacke in Hinkunft bestmöglich vor weiterem Ungemach beschützen wird, gewähren uns die Japaner freundlicherweise einen Einblick in eine Zukunft ohne tödliche Begegnungen zwischen Tier und Mensch. Das Motto lautet: Hund war gestern und Elektrohund ist heute.

Das elektronische Haustier kann eine ganze Reihe von Annehmlichkeiten vorweisen: keine lästige Gassirunde bei Schauerregen, kein teures Hundefutter und man kann über die Kameraaugen sehen, was sich im Kinderzimmer abspielt.

Man stelle sich vor: Des Wanderers elektronischer Hund ist derart programmieren, dass er keiner Kuh etwas zuleide tut und umgekehrt fühlt sich die elektronische Almkuh nicht von ihrem elektronischen Gegenüber bedroht. Selbst der Wanderer wird durch ein elektronisches Surrogat ersetzt, womit ihm der bestmögliche Schutz für Leib und Leben zuteil wird.

Der Gedanke ist nicht neu, schließlich haben uns Bruce Willis und Kollegen schon im Film "Surrogate" gezeigt, zu welchen Verwicklungen die neue Aufstellung mit Mensch und humanoiden Robotern vulgo Surrogaten führt. Wenn Willis einen Surrogaten vermöbelt, ist das auch richtig lustig. Am Ende des Films werden schließlich alle Surrogate zerstört und die Menschen gehen seit sehr langer Zukunft wieder einmal selbst auf die Straße. Die Sonne sticht ihnen in den Augen. Sicher waren sie schon sehr, sehr lange nicht mehr auf der Alm. (Markus A. Gaßner, 28.2.2019)