Frankfurt am Main – Eintracht-Frankfurt-Trainer Adi Hütter sieht dem Achtelfinal-Heimspiel der Europa League am Donnerstag (18.55 Uhr, live Dazn & Nitro) gegen Inter Mailand mit Respekt und Zuversicht entgegen. "Es ist ein besonderer Gegner, gegen den es einer besonderen Leistung bedarf", sagte der Vorarlberger am Mittwoch. "Wir wollen uns eine gute Ausgangsposition verschaffen und zu Null spielen."

Sportdirektor Hübner hat Baku im Kopf

Sein Sportdirektor Bruno Hübner träumte indes schon vom Finale am 29. Mai in Baku: "Es ist ein Märchen, und wir wollen es weiterschreiben. Wir haben Baku im Kopf." Hütter hält solche Gedanken für legitim: "Träumen darf man. Ich kenne auch das Datum und die Stadt." Gleichzeitig warnte der ehemalige Salzburg-Coach vor Inter. Man dürfe nicht vergessen, dass die Mailänder in einer Champions-League-Gruppe mit dem FC Barcelona und Tottenham Hotspur nur durch ein Tor Unterschied ausgeschieden waren.

Zudem muss der Fünfte der deutschen Bundesliga im Heimspiel vor 48.000 Zuschauern gegen den Champions-League-Sieger von 2010 ohne Stürmerstar Ante Rebic (Kniebeschwerden) auskommen. Österreichs Teamspieler Martin Hinteregger ist dagegen voll fit und zählt in der Dreierkette zum Stammpersonal. Der 26-jährige Kärntner soll mit seinen Abwehrkollegen dafür sorgen, dass sich Stürmerstar Mauro Icardi und Co. nicht entfalten können.

Die Frankfurter Fans stehen beim Europa-League-Schlager gegen Rapid-Bezwinger Inter unter besonderer Beobachtung, die Polizei hat die Partie als Risiko-Spiel eingestuft. Nach Angaben des Bundesligisten werden 2.600 Anhänger aus Italien erwartet. Die Eintracht spielt auf Bewährung und kann sich kein weiteres Fehlverhalten ihrer Fans erlauben.

Zwei Jahre auf Bewährung

Frankfurt war nach wiederholten Fan-Randalen im Jänner von der Uefa mit einem Zuschauer-Ausschluss auf Bewährung und einer Geldstrafe von 80.000 Euro sanktioniert worden. Die Dauer der Bewährung ist auf zwei Jahre festgelegt. Kommt es in dieser Zeit erneut zu Vorfällen, dürfen die Eintracht-Anhänger nicht zum nächsten Auswärtsspiel fahren. Während des letzten Gruppenspiels am 13. Dezember in Rom (2:1) hatten Eintracht-Fans Böller, Bengalen und Raketen auf Lazio-Fans, Polizisten und Ordner geworfen.

Neben Österreichs Meister Red Bull Salzburg, der in Neapel antritt, und Hinteregger sind noch zwei weitere ÖFB-Legionäre im Europa-League-Achtelfinale dabei. Der FC Sevilla, Arbeitgeber von Maximilian Wöber, ist im Duell mit Slavia Prag haushoher Favorit und möchte diese Rolle bereits im Heimspiel am Donnerstag (18.55, live Dazn) bestätigen. Ex-Austrianer Emir Dilaver befindet sich dagegen mit Dinamo Zagreb gegen Benfica Lissabon in der Außenseiterrolle. (APA, 6.3.2019)