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Mogadischu – Bei der Explosion einer Autobombe in der somalischen Hauptstadt Mogadischu sind nach Polizeiangaben mindestens vier Menschen getötet und neun weitere verletzt worden. Die Explosion ereignete sich am Donnerstag im Zentrum der Stadt – das Auto sei mit Sprengstoff beladen gewesen und in der Nähe eines Restaurants abgestellt worden, sagte Polizeivertreter Ibrahim Mohammed.

Zu der Tat bekannte sich die islamistische Shabaab-Miliz. Das Restaurant, bei dem der Wagen abgestellt war, befindet sich in der Nähe eines Kontrollpunkts unweit des Präsidentenpalastes. Es handelt sich um eine belebte Straße mit Restaurants und Cafés.

"Die Explosion war sehr heftig, wir konnten den Rauch sehen, der sich über die ganze Gegend legte", sagte der Augenzeuge Ibrahim Farey. Nach Angaben weiterer Augenzeugen wurden durch die Explosion mehrere Fahrzeuge zerstört und Gebäude beschädigt. Krankenwagen seien zum Anschlagsort gerast.

Knapp 24 Stunden langes Gefecht

Die mit dem Terrornetzwerk Al-Kaida verbündete Shabaab-Miliz reklamierte die Tat für sich. Erst vor wenigen Tagen waren bei einem Anschlag in Mogadischu mindestens 20 Menschen getötet worden. Jihadisten der Shabaab-Miliz lieferten sich dabei einen knapp 24-stündigen Kampf mit Sicherheitskräften.

Somalia war nach dem Sturz des Machthabers Siad Barre im Jahr 1991 im Bürgerkrieg versunken. Die Shabaab-Miliz kontrollierte über Jahre weite Teile des Landes am Horn von Afrika und verübt noch immer regelmäßig schwere Anschläge, vor allem in der Hauptstadt Mogadischu.

Ziel der Miliz ist der Sturz der von der internationalen Gemeinschaft und einer 20.000 Mann umfassenden Truppe der Afrikanischen Union unterstützten somalischen Regierung. (APA, 7.3.2019)