Eine Palmölplantage in Asien.

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Wien – Greenpeace hat Supermarkt-Eigenmarken wie Clever, Milfina und S-Budget genauer unter die Lupe genommen. Untersucht wurde etwa, woher die Zutaten in den Produkten wie Schinken oder Schokokuchen stammen und wie die Tiere gehalten wurden.

Das Ergebnis: Im Vergleich zu internationalen Markenprodukten schneiden die Eigenmarken oft deutlich besser ab, heißt es. So würden immer mehr Supermärkte Palmöl mit heimischen Ölen ersetzen und generell auf Eier aus Käfighaltung verzichten. Auf der Verpackung geben die Supermärkte das allerdings nur selten an – hier könne noch nachgebessert werden, moniert die NGO.

Testsieger ist der Diskonter Hofer, der vor allem mit seinen transparenten Kennzeichnungen punkte. Platz zwei teilen sich Interspar, Spar und Merkur. "Supermarkt-Eigenmarken zeigen bei Umwelt und Tierschutz, wo es lang geht. So sind mittlerweile alle Eigenmarken frei von Eiern aus tierquälerischer Käfighaltung", kommentiert Nunu Kaller von Greenpeace in Österreich.

Marken hinken hinterher

Die Marken der großen, internationalen Lebensmittelkonzerne hinken demnach im Vergleich stark hinterher: Nestlé verarbeite etwa mit bekannten Marken wie Maggi und KitKat weiterhin Käfigeier in seinen Produkten. Auch Palmöl aus Regenwaldzerstörung lande in vielen Produkten internationaler Konzerne wie Nestlé und Unilever. Bei Bio-Eigenmarken wie Ja! Natürlich, Spar Natur pur und Zurück zum Ursprung wird laut der NGO hingegen oft auf heimische Öle zurückgegriffen. Spar wird überhaupt in Kürze mit sämtlichen Spar-Marken palmölfrei sein.

Verbessern könnten sich die Supermärkte allerdings noch bei der Kennzeichnung ihrer Marken. So ist zum Beispiel bei Produkten mit Ei meist nicht erkennbar, ob die Hühner aus Boden- oder Freilandhaltung stammen. Auch die Herkunft der Rohstoffe sei in der Regel nicht angegeben – und würde teilweise durch Aussagen wie "hergestellt in Österreich" verschleiert. "Die Supermärkte müssen ihre Eigenmarken transparenter kennzeichnen. Mehr Infos auf den Produkten führen dazu, dass die Konsumentinnen und Konsumenten gutes und umweltfreundliches Essen gezielt auswählen können", so Kaller. (red, 19.3.2019)