Shanghai – Forscher in der südwestchinesischen Provinz Yunnan haben ein Klonprogramm für Polizeihunde gestartet. Die Klonung eines herausragenden Spürhundes, nach Angaben der Wissenschafter der "Sherlock Holmes unter den Polizeihunden", soll Kosten für Zuchtprogramme und Hundeausbildung senken, berichteten chinesische Medien.

Kunxun, der Klon eines erfolgreichen Spürhundes, ist drei Monate alt.
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Dienstantritt mit zehn Monaten

Der erste Klon, der den Namen Kunxun erhielt, wurde von Forschern der privaten Biotech-Firma Sinogene in Peking und der Yunnan Agricultural University in Zusammenarbeit mit den Sicherheitsbehörden erzeugt. Das Unternehmen plane eine Massenklonung von Hunden für den Polizeidienst, sagte der stellvertrende Firmenchef Zhao Jianpin. Die nach wie vor hohen Kosten für diesen Prozess seien jedoch ein Hindernis, das es noch zu überwinden gelte. Wie viel das Klonen derzeit kostet, wurde nicht genannt.

Langfristiges Ziel sei es, durch Klonen bei Zucht- und Ausbildungsprogrammen zu sparen, sagen die Forscher. Wie viel das Projekt kostet, bleibt unklar.
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Kunxun sei nun drei Monate alt und werde eine umfassende Ausbildung erhalten, unter anderem soll er als Drogenspürhund und Suchhund für Beweismittel verwendet werden. Ab etwa zehn Monaten soll er im Einsatz stehen. Üblicherweise würde die Ausbildung rund fünf Jahre dauern – ohne Erfolgsgarantie, hieß es seitens der Yunnan Agricultural University.

China ist nicht das erste Land, das auf Hundeklone im Sicherheitsdienst setzt: Südkoreanische Wissenschafter hatten 2005 den ersten geklonten Hund der Welt vorgestellt und bereits zwei Jahre später mit dem Klonen von Spürhunden für den Zoll begonnen. (red, Reuters, 21.3.2019)