Jetzt ist das Internet endgültig zum neuen Grenzland geworden, das sowohl die Wirtschaft als auch die Politik unter ihre Kontrolle bringen wollen. In Europa soll bald ein Upload-Filter eingeführt werden, der jungen Plattformen und Unternehmen das (Geschäfts-)Leben schwer macht. Und Russlands Präsident Vladimir Putin will das russische Netz gleich überhaupt vom World Wide Web abkoppeln, damit er den Internetzugang für die Aufständischen im Kaukasus und anderen Krisenherden je nach Lust und Laune sperren kann.

Das werden sich die Internetuser aber nicht gefallen lassen und einen anderen Weg zum Informationsaustausch finden. Vielleicht nehmen sie sich ja ein Beispiel an den Kubanern. Dort wurde Ende vergangenen Jahres mit 20-jähriger Verspätung 3G-Mobilfunk eingeführt. Doch die bis vor kurzem gebräuchliche Methode der Informationsweitergabe über USB-Sticks und CDs ist dort noch gut bekannt. So haben die Kubaner nämlich Youtube-Videos und ganze Filme über Grau- und Schwarzmärkte unters Volk gebracht. Nachdem die Aktienkurse großer Internetfirmen wie Apple und Facebook in letzter Zeit gefallen sind, ist es vielleicht an der Zeit in mobile Datenspeicher zu investieren. (Markus A. Gaßner, 28.3.019)

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