Waleri Bykowski auf einem Archivbild aus dem Jahr 2013.
Foto: AP/Mikhail Klimentyev

Moskau – Der frühere sowjetische Kosmonaut Waleri Bykowski ist tot. Er sei am Mittwoch mit 84 Jahren nahe Moskau gestorben, teilte das Juri-Gagarin-Zentrum zur Kosmonautenausbildung mit.

Insgesamt verbrachte der gelernte Kampfpilot Bykowski mehr als 20 Tage im All. Am bekanntesten ist der Einsatz, den er 1978 mit dem DDR-Raumfahrer Sigmund Jähn absolvierte. Knapp acht Tage blieben die beiden im Weltraum und umkreisten 125-mal die Erde, Bykowski war auf dieser Mission der Kommandant des sowjetischen Raumschiffs Sojus 31. Jähn wurde danach in der DDR als Held gefeiert. Bykowski arbeitete nach seiner Rückkehr weiter für das Gagarin-Zentrum, beendete aber in den 1980er-Jahren seine aktive Karriere als Raumfahrer.

Waleri Bykowski und Sigmund Jähn (rechts) vor ihrem Raumflug 1978.
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Zum 25-jährigen Jubiläum seines Fluges mit Jähn hatte Bykowski einst gesagt: "Ich war in den Kosmos verliebt." Er habe aber erkannt, dass seine Zeit als Raumfahrer vorbei sei. Die Rivalität in der Raumfahrt zwischen den USA und der Sowjetunion im Kalten Krieg sah er kritisch. "Wir würden auf diesem Gebiet ohne jeden Zweifel heute noch viel besser dastehen und weiter sein, wenn man nicht die Weltraumforschung voreinander geheim gehalten hätte."

"Er war mein Kommandant", sagte Jähn zur Todesnachricht. Der 82-Jährige habe seinen Kollegen erst unlängst in Russland gesehen, er sei da aber schon von gesundheitlichen Problemen gezeichnet gewesen. "Wir hatten uns gut verstanden. Wir hatten regelmäßig Kontakt zu Feiertagen." Kremlchef Wladimir Putin würdigte Bykowski als "Menschen mit außergewöhnlichem Mut und Stärke". (APA, red, 28.3.2019)