Am Anschlagsort in Christchurch legen Mitte März Menschen Blumen nieder.

Foto: AP/Mark Baker

Tallinn/Riga/Wien – Gegen den mutmaßlichen Terroristen Brenton T., der vor rund zwei Wochen im neuseeländischen Christchurch zwei Moscheen angegriffen und 50 Menschen ermordet hat, wird auch in Estland und in Lettland ermittelt. Der gebürtige Australier soll sich nach seinem Aufenthalt in Österreich Anfang Dezember rund eine Woche lang im Baltikum aufgehalten haben.

Der Nachrichtenagentur LETA zufolge bestätigte der lettische Geheimdienst am Montag die Ermittlungen, wollte aber vorerst keine weiteren Angaben dazu machen. Einem in der estnischen Tageszeitung "Postimees" vergangenen Freitag erschienenen Artikel zufolge reiste der Rechtsextremist im Anschluss an seinen Aufenthalt in Österreich am 4. Dezember vergangenen Jahres nach Estland weiter und besuchte von dort aus zweimal Lettland.

Eine Woche im Baltikum

Dafür benutzte er laut dem Zeitungsbericht beim ersten Mal ein Mietauto und beim zweiten Mal einen Bus. Insgesamt dürfte sich Brenton T. eine Woche lang im Baltikum aufgehalten haben. Außerdem habe er davor ein Video über das jährliche Gesangsfestival in Lettland auf Facebook geteilt, hieß es. (APA, 2.4.2019)