Werden wir uns künftig eine andere Zahl als 8.848 merken müssen?
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Kathmandu – An seinem Status als höchster Berg der Erde wird sich nichts ändern, dennoch soll der Mount Everest neu vermessen werden. Zuletzt war er 1954 von indischen Behörden vermessen worden – seitdem gilt die Rekordhöhe von 8.848 Metern, die jeder brav in der Schule lernt. Allerdings verschob das schwere Erdbeben in Nepal im Jahr 2015 den Berg leicht, wie Satellitendaten zeigten. Er könnte also etwas geschrumpft sein.

Die neue Mission

Die neue Messkampagne ist zugleich das erste Mal, dass Nepal den höchsten Berg der Welt selbst vermisst. Der Premierminister des Himalaya-Staates, Khadga Prasad Sharma Oli, verabschiedete am Mittwoch in der Hauptstadt Kathmandu feierlich einen staatlichen Gutachter und drei Sherpas.

Zwei von ihnen sollen den höchsten Berg der Welt erklimmen und mit GPS-Geräten die Höhe und Position der Spitze festhalten, während die anderen beiden im Basislager bleiben, wie ein Sprecher der für die Vermessung zuständigen Behörde mitteilte. Die Daten würden dann ausgewertet und das Ergebnis im Dezember vorgestellt. Die Expedition wurde seit rund eineinhalb Jahren vorbereitet. (red, APA, 10. 4. 2019)

Das Expeditionsteam um Khim Lal Gautam (ganz links) macht sich bereit.
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