Ramsey Bolton bei seiner liebsten Beschäftigung: beim Malträtieren. Hier ist Sansa Stark das Opfer.

Foto: AP/Helen Sloan

Von Geiselnahme über Folter bis zum Mord: Ramsey Bolton ist der ärgste Schurke der Fantasyserie "Game of Thrones". Ihm werden insgesamt 17 Kriegsverbrechen zur Last gelegt. Das analysierten Freiwillige sechs Wochen lang im Auftrag des Roten Kreuzes in Australien. Sie sahen alle sieben Staffeln mit den 67 "Game of Thrones"-Episoden und ordneten die begangenen Kriegsverbrechen den jeweiligen Protagonisten zu.

Insgesamt identifizierten sie 103 Verstöße gegen international gültige Kriegsgesetze – vom Einsatz von Drachen bis zur Rekrutierung von Kindersoldaten. Regeln für die Kriegsführung sind im Genfer Abkommen und anderen Verträgen dokumentiert.

Die Drachen reiten Daenerys Targaryen hinein

Auf Platz zwei liegt bereits Daenerys Targaryen, die Königin der Drachen, mit 15 Verstößen gegen Kriegsgesetze. Zum Verhängnis werden ihr die Drachen: Sechs Mal wertete das Rote Kreuz den Einsatz von Drachenfeuer als Methode der Kriegsführung, die überflüssige Verletzungen oder unnötiges Leid verursache. Ebenfalls sechs Mal kam es auf ihren Befehl hin zu Hinrichtungen ohne vorheriges Urteil eines Gerichts.

Platz drei im Best-of-Böse-Ranking nach gebrochenen Kriegsgesetzen ist mit acht Übertretungen Roose Bolton gefolgt vom Night King oder Jon Snow mit jeweils sechs Verstößen.

Tywin und Tyrion Lennister werden beispielsweise vier Übertretungen zur Last gelegt. Etwas überraschend: Jeoffrey Baratheon, das personifizierte Böse, und seine Mutter, Cersei Lennister, kommen nur auf drei.

Die finale Staffel von "Game of Thrones" startet am 14. April auf Sky. (red, 11.4.2019)

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