Ganz ohne digitale Werkzeugen geht es in der Weiterbildung nicht mehr.

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Österreichische Unternehmen investieren in diesem Jahr wieder mehr in Weiterbildung. Zu diesem Ergebnis kommt der Weiterbildungsindex (WEBI) des Instituts Manfred Hämmerle (IMH). Dabei gönnen sich Vorgesetzte selbst mehr, als sie den Mitarbeitern zugestehen.

Für den Index wurden über 500 Personen quer durch alle Hierarchieebenen nach ihren Bildungsbudgets befragt. Es zeigt sich ein Muster: Je höher die Beschäftigten in der Hierarchie stehen, umso mehr Geld gibt es für Schulungen. 36 Prozent der Vorstände und Geschäftsführer wollen drei oder mehr Weiterbildungsveranstaltungen besuchen, auf Mitarbeiterebene sind es dagegen nur 21 Prozent, die so viele Weiterbildungen absolvieren wollen. Bereichs- und Abteilungsleiter liegen mit knapp 29 Prozent dazwischen.

Wert der Weiterbildung

Diese Werte korrelieren mit den Aussagen über die grundsätzliche Bedeutung von Weiterbildungen: Vorstände und Geschäftsführer sagen mit großer Mehrheit (72 Prozent), dass Weiterbildung "sehr wichtig" oder "wichtig" sei, während das nur 40 Prozent der Mitarbeiter so sehen. Gut die Hälfte der Bereichs- und Abteilungsleiter schätzt die Bedeutung von Weiterbildung hoch ein.

Der Trend bei den Schulungen geht eindeutig in Richtung "Blended Learning", der Kombination von klassischen und digitalen Weiterbildungsformaten. Rund 83 Prozent der Befragten sind überzeugt, dass diese Form der Weiterbildung in den nächsten fünf Jahren zum Standard wird. Nur sechs Prozent erwarten sich eine komplette Umstellung auf "digitale Schulungen". An rein analoge Weiterbildungen glauben nur acht Prozent. (red)