Auf die Manager der britischen Bank kommen Kürzungen zu.

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London – Barclays will einem Medienbericht zufolge die Boni für die Investmentbanker kürzen. Die britische Großbank reduziere die Zahlungen im Rahmen von Kosteneinsparungen, um die Rendite in der schwächelnden Investmentsparte zu verbessern, berichtet die "Financial Times" am Montag. Bei Barclays war zunächst niemand für eine Stellungnahme zu erreichen.

Barclays-Chef Jes Staley baut derzeit das Investmentbanking des Geldhauses um und übernimmt selbst die Kontrolle über das Geschäft. Investmentbank-Chef Tim Throsby musste seinen Hut nehmen. Das Institut sieht sich wachsendem Druck durch den aktivistischen Investor Edward Bramson ausgesetzt, der eine Verkleinerung der Investmentbank fordert und einen Sitz im Verwaltungsrat anstrebt. Die Hauptversammlung der Bank findet am 2. Mai statt.

Barclays hinkt im Investmentbanking seit Jahren den eigenen Ansprüchen hinterher. Im vergangenen Jahr verbesserte die Sparte ihre Rendite (ROTE) zwar auf sieben Prozent. Aber sie verdient damit weiterhin nicht ihre Kapitalkosten und ist auch noch ein gutes Stück vom Mittelfristziel einer Rendite von zehn Prozent entfernt. (APA, 23.4.2019)