Carlos Ghosn wird vorgeworfen sein Einkommen als zu niedrig angegeben, Nissan um fünf Millionen Euro geschädigt und sich persönlich bereichert zu haben.

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Tokio – Der frühere Renault- und Nissan-Chef Carlos Ghosn kann gegen Kaution erneut das Gefängnis verlassen. Ein Gericht in Tokio legte die Kaution am Donnerstag auf 500 Millionen Yen (4,45 Millionen Euro) fest. Ghosn war im April wegen neuer Vorwürfe erneut festgenommen worden. Bereits zuvor war er wegen Verdachts auf Untreue und finanzielles Fehlverhalten mehr als 100 Tage in Japan in Untersuchungshaft gesessen und gegen die Zahlung von einer Milliarde Yen freigekommen.

Mittlerweile gibt es vier verschiedene Anklagen gegen den früheren Topmanager der französisch-japanischen Autoallianz aus Renault, Nissan und Mitsubishi. Ihm wird vorgeworfen, sein Einkommen als zu niedrig angegeben, Nissan um fünf Millionen Euro geschädigt und sich persönlich bereichert zu haben. Er selbst hat die Vorwürfe zurückgewiesen. (APA, 25.4.2019)