Lena Headey als Cersei Lannister in einer Szene aus "Game of Thrones". Wer spoilert, begeht eine Schande, Schande, Schande ...

Foto: HBO via AP

Wer "Avengers: Endgame" nicht bereits bei der Weltpremiere sah, muss seither Spoilern entgehen.

Foto: Chris Pizzello/Invision/AP

TV- und Filmfans leben in gefährlichen Zeiten. Potenzielle Spoiler zur neuen Staffel von "Game of Thrones" oder zum Kinostart von "Avengers: Endgame" können nämlich hinter jedem Video und Artikel lauern, oft auch ohne Vorwarnung. Trolle verstecken manche essenziellen Filminhalte hinter harmlos klingenden Videotiteln.

Stummschalten

Das Internet weitgehend zu meiden wäre die radikale Methode, dem zu entgehen. Aber es gibt auch elegantere Lösungen, wie "The Verge" berichtet. Auf Social-Media-Plattformen kann man etwa Schlüsselwörter stummschalten. Auf Twitter erscheinen daraufhin keine Beiträge mehr, die diese Begriffe enthalten. Das umfasst die eigene Timeline, Benachrichtigungen und sogar Antworten auf Tweets. Auf Facebook kann man zumindest Gruppen stummschalten.

Stummschalten auf Twitter ist nicht nur gegen Trolle, sondern auch gegen Spoiler nützlich.
Foto: Screenshot Twitter

Browsererweiterungen

Diese Maßnahmen schützen User jedoch nur beim Surfen auf bestimmten Plattformen. Um auf sämtlichen Websites vor Spoilern bewahrt zu werden, müssen Browsererweiterungen installiert werden. Mit diesen kann man den Standardbrowser mit zusätzlichen nützlichen Funktionen tunen. "Spoiler Protection 2.0" ist eine davon. Die kostenlose Erweiterung ist für Firefox (auch auf Smartphones), Android und Chrome erhältlich. Nach Download und Installation kann der User hier Keywords eingeben. Sobald man online ist, werden Seiten mit diesen Keywords gekennzeichnet.

Wie viel geblockt wird, kann man teilweise individuell einstellen – also zum Beispiel nur Videos, aber keine Bilder. Eine individuelle Anpassung ist auch empfohlen, weil "Spoiler Protection 2.0" sehr aggressiv vorgeht. Es blockiert alles, was auch nur im Entferntesten ein Spoiler sein könnte, und erwischt so auch harmlose Informationen.

Weniger radikal

Eine andere Browsererweiterung ist "Unspoiler" – ebenfalls kostenlos, ebenfalls für Firefox und Chrome verfügbar. Erneut kann man unliebsame Schlüsselwörter eingeben. Das Tool arbeitet präziser als "Spoiler Protection" und blockiert unter anderem Überschriften und Bilder. Weil es jedoch nicht so radikal wirkt, besteht die Gefahr, dass vereinzelt Spoiler durchrutschen.

Mobile Lösungen sind rarer. Für Android wäre die App "Spoilers Blocker" eine Variante, die jedoch wie "Spoiler Protection" radikal blockt. (red, 29.4.2019)