Der Wings For Life Run 2018.

Foto: APA/HERBERT P. OCZERET

Wien – Als erste Frau wird die 26-jährige biomedizinische Analytikerin Anna Reiter am Sonntag beim Wings for Life Run mit einem Exoskelett antreten, das auch Querschnittgelähmten eigene Schritte ermöglicht. Ebenso an den Start geht tech2people-Gründer Gregor Demblin, der bereits im Vorjahr derart ausgerüstet den Lauf absolviert hat.

Reiter ist Teilnehmerin am Therapieprogramm von Demblin. Der Lauf ist ihr erster athletischer Versuch auf zwei Beinen seit ihrem Unfall vor vier Jahren, worauf sie sich bereits freut.

Sechstes Mal Wings For Life

Der weltweite Wings For Life World Run findet am Sonntag (5. Mai) zum sechsten Mal statt. In Wien haben sich zum Event zugunsten der Rückenmarkforschung 13.500 Personen angemeldet, die Veranstaltung ist ausverkauft. Aber mit der Wings For Life World Run App kann jeder bei Bezahlung einer Startgebühr von 20 Euro als offizieller Teilnehmer des Laufs auf einer individuellen Strecke mitmachen.

Matthias Walkner und Reini Sampl sammeln die Läufer in den Catcher-Cars auf.
Foto: Markus Berger for Wings for Life World Run

Ein Ziel gibt es anders als bei klassischen Laufveranstaltungen nicht. Vielmehr wird ein sogenanntes Catcher-Car eine halbe Stunde nach dem Start losgeschickt. Das Auto beginnt mit einer Geschwindigkeit von 15 km/h und wird sukzessive schneller. Wenn alle teilnehmenden Läufer bzw. Rollstuhlfahrer eingeholt sind, ist das Rennen vorbei. Gewinner ist der zuletzt eingeholte Sportler. Gesteuert wird das Catcher-Car in Wien vom Rallye Dakar Sieger Matthias Walkner. Ein zweites Auto, das für Notfälle mitfährt, lenkt Behindertensportler Reini Sampl. (APA, 4.5.2019)