St. Pölten/Klagenfurt – In Niederösterreich ist die Zahl der an Masern erkrankten Personen gestiegen. Nach zwei Ende April gemeldeten Erkrankungen im Erstaufnahmezentrum Traiskirchen (Bezirk Baden) gebe es nun insgesamt fünf bestätigte Fälle im Bundesland, sagte ein Sprecher von Gesundheitslandesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ) am Mittwoch. Weiters bestehe Masern-Verdacht bei einer Über-80-Jährigen.

"Die Fälle stehen nicht in Zusammenhang", hieß es. Betroffen sind den Angaben zufolge neben zwei Kindern in Traiskirchen auch eine Sanitäterin aus dem Bezirk Baden. Im Erstaufnahmezentrum seien alle gefährdeten Personen durchgeimpft worden. Im Bezirk Bruck an der Leitha gebe es zwei Erkrankungen in einer Familie.

Kärnten: Keine Neuerkrankungen

Ein weiterer Masernverdachtsfall hat sich in Kärnten bestätigt: Damit sind es seit Jahresbeginn 22 Erkrankungen an der Virusinfektion. Der neueste bestätigte Fall kommt aus dem Bezirk Völkermarkt. Neuerkrankungen wurden indessen vorerst keine gemeldet, hieß es am Mittwoch in einer Aussendung des Landespressedienstes. Auch in Wien ist die Zahl der Masern-Fälle gestiegen.

Mitte April war der erste Fall im heurigen Jahr in Kärnten bekannt geworden. Ein Busfahrer hatte sich angesteckt und seinen Dienst versehen. Daraufhin wurde der öffentliche Verkehr für einen halben Tag eingestellt, in weiterer Folge wurde auch eine Schule vorübergehend geschlossen. Die Gesundheitsämter verzeichneten Rekordzahlen bei den ausgegebenen Impfungen.

Wien: Zehn Fälle

In der vergangenen Woche wurden laut der zuständigen Wiener Magistratsabteilung 15 (Gesundheit) sechs Neuerkrankungen registriert. Es handle sich um unabhängig voneinander aufgetretene Fälle, wurde betont. Auch seien diese nicht mehr ansteckend. Insgesamt erhöht sich die Zahl der Fälle damit in diesem Jahr auf zehn. (APA, red, 8.5.2019)