Das Pixel 3a beim Teardown.

Foto: iFixit

Smartphones haben in den vergangenen Jahren deutliche Fortschritte gemacht. Gleichzeitig war aber auch nicht jede Entwicklung positiv. So sind Smartphones von Generation zu Generation immer schwerer zu reparieren geworden. Insofern ist es durchaus erfreulich wenn sich bei einem Hersteller nun eine kaum mehr erhoffte Trendumkehr zeigt.

Teardown

Googles neues Pixel 3a lässt sich deutlich einfacher reparieren als sein teurerer Verwandter, das Pixel 3. Das ist das Ergebnis des gewohnten Teardowns von iFixit. Positiv vermerken die Reparaturexperten, dass fast alle Komponenten modular aufgebaut und so leicht auszutauschen sind. Auch wurde relativ wenig Klebstoff verwendet, wodurch nicht zuletzt der Akku einfach zu entfernen. Kritik gibt es hingegen an einer Vielzahl dünner Verbindungskabel zwischen den einzelnen Komponenten, die nicht nur leicht durcheinandergebracht werden können, sie reißen auch schnell.

Ranking

In Summe kommt das Pixel 3a auf einer zehnteiligen Skala auf einen Wert von sechs in Hinblick auf die Reparierbarkeit. Zum Vergleich: Das Pixel 3 kommt hier nur auf vier Punkte. Das wirft natürlich die Frage auf, wie es zu dieser Verbesserung kommt. Ein Punkt ist sicherlich, dass das Pixel 3a nicht wasserdicht ist. Dadurch sei es das Gerät weniger offensiv zu verkleben, wie es bei anderen Modellen der Fall ist, betont iFixit.

Alle Einzelteile fein säuberlich aufgereiht.
Foto: iFixit

HTC-Connection

Einen anderen Hinweis liefert ein aktueller Bericht von Bloomberg. Demnach ist das Pixel 3a das erste Google-Gerät das vornehmlich in Taiwan entwickelt wurde. Verantwortlich sind hier also erstmals jene ehemaligen HTC-Entwickler, die Google im Vorjahr im Rahmen eines 1,1 Milliarden Dollar schweren Deals übernommen hat. Das erklärt natürlich, warum sich der interne Aufbau von bisherigen Geräten unterscheidet.

Samsung-Bildschirm

Der iFixit-Bericht liefert aber auch noch interessante Details zur Hardwareausstattung. So zeigt sich, dass hier ein OLED-Display von Samsung zum Einsatz kommt. Dies ist deswegen überraschen, da diese als recht teuer gelten, warum auch im Vorfeld erwartet wurde, dass Google bei LG günstigere Display zukaufen wird. (apo, 10.5.2019)