Huawei steht vor einer Krise, sofern der Streit mit den USA nicht beigelegt wird.

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Der Handeskonflikt um Huawei spitzt sich weiter zu. Die SD Association, jene Handelsgruppe die Standards für Speicherkarten schafft, hat das Unternehmen nun ausgeschlossen. Demnach darf es offiziell keine Unterstützung für microSD-Karten in künftigen Produkten mehr verwenden. Bereits verfügbare Handys sind nicht betroffen. Grund für die Entscheidung ist, wie die SD Association gegenüber "Android Authority" bestätigt hat, die Anordnung des US-Handelsministeriums – sie hat den Smartphone-Hersteller und Netzwerk-Ausrüster auf eine schwarze Liste gesetzt.

Nano-Speicherkarten

Andere Unternehmen, darunter Google, Qualcomm und Intel, haben bereits ihre Beziehung zu der chinesischen Firma beendet. Huaweis Möglichkeiten, Hardware zu produzieren, könnten daher in Zukunft eingeschränkt sein. Ob der Verbot für SD-Karten aber ein größeres Problem darstellt, ist unwahrscheinlich – Huawei bietet bei seinen neuen Geräten sowieso seine eigenen Nano-Speicherkarten an, die etwas kleiner sind als microSD-Karten.

Huawei dürfte dennoch eine Einigung bei dem Handelsstreit zu erstreben versuchen. Ansonsten könnte das Smartphone-Geschäft der Firma massiv darunter leiden. Huawei gilt unter den aktuellen Marktführern bei Handys – Huawei, Samsung und Apple – als einziges Unternehmen, welches in den letzten Monaten seine Geräte gut verkaufen konnte, während die Konkurrenten mit massiven Einbrüchen bei ihren Absätzen konfrontiert sind. (red, 25.5.2019)