So sehen die neuen 100- und 200-Euro-Scheine aus.

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Wien – Europas Verbraucher müssen sich an neue Geldscheine gewöhnen: Seit Dienstag sind Hunderter und Zweihunderter in überarbeiteter Version mit neuen Sicherheitsmerkmalen im Umlauf. Die neuen Banknoten sollen wie die anderen Scheine aus der neuen Serie leichter von Fälschungen unterscheidbar sein.

Völlig neu ist bei ihnen jedoch ein "Satelliten-Hologramm" auf der Vorderseite rechts oben. Dort bewegen sich beim Neigen kleine Eurosymbole um die Wertzahl. Zusätzliche Eurosymbole gibt es in der Smaragdzahl.

Präsentationsvideo der Europäischen Zentralbank mit Instruktion zu den Sicherheitsmerkmalen.
European Central Bank

Beim Hunderter und Zweihunderter kommen zudem Sicherheitsmerkmale zum Einsatz, die bereits vom Zwanziger und Fünfziger bekannt sind: Sie haben ebenfalls ein "Porträtfenster". Hält man den Schein gegen das Licht, wird das Fenster durchsichtig, und man sieht ein Porträt der griechischen Mythengestalt Europa. Der als glänzende Zahl aufgedruckte Wert "100" beziehungsweise "200" auf der Vorderseite ändert die Farbe von Smaragdgrün zu Tiefblau, wenn man die Banknote neigt.

Detail des neuen Zweihunderters: Hält man den Schein gegen das Licht, wird das Fenster durchsichtig, und man sieht ein Porträt der griechischen Mythengestalt Europa.
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Geändertes Format

Leicht geändert wurde auch das Format der Scheine: Hunderter und Zweihunderter der neuen Serie sind genauso hoch wie der 50-Euro-Schein. Die Breite wurde hingegen beibehalten. Somit gilt weiterhin: Je breiter der Geldschein, desto höher sein Nennwert.

Nach Angaben der Deutschen Bundesbank entfielen im Vorjahr sechs Prozent der Euroblüten in Deutschland auf den Hunderter und ein Prozent auf den Zweihunderter. Die mit Abstand am häufigsten gefälschte Banknote war der Fünfziger. Allerdings sank die Zahl der 50-Euro-Blüten, nachdem die überarbeitete Version des orange-braunen Scheins 2017 ausgegeben worden war. Auch die überarbeiteten Fünfer, Zehner und Zwanziger sind schon seit geraumer Zeit im Umlauf. Der 500-Euro-Schein wird seit Ende April nicht mehr ausgegeben.

Frisch gedruckte 200-Euro-Scheine in der Verpackungsanlage der italienischen Notenbank in Rom.
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Kräftigere Farben

Die Motive bleiben bei den runderneuerten Scheinen erhalten. Bauwerke, die es in Wirklichkeit nicht gibt, stehen auch künftig für Europa. Die Grundfarben der Scheine ändern sich ebenfalls nicht. Der Hunderter ist nach wie vor Grün, der Zweihunderter behält seine Mischung aus Gelb und Braun. Die Farben sind etwas kräftiger als die der alten Banknoten.

Wer beim Geldabheben in den kommenden Tagen sofort auf die neuen Scheine hofft, könnte allerdings enttäuscht werden. Die Einführung von 2,3 Milliarden überarbeiteten Hundertern und 700 Millionen Zweihundertern erfolgt schrittweise. Die alten Scheine werden nach und nach von den Notenbanken aus dem Verkehr gezogen. Die Eurobanknoten der ersten Generation bleiben gültig.

Der 500-Euro-Schein, der nicht mehr ausgegeben wird, soll gesetzliches Zahlungsmittel bleiben und unbegrenzt umtauschbar sein. Mit der Abschaffung des lilafarbenen Scheins will die Europäische Zentralbank Terrorfinanzierung und Schwarzarbeit eindämmen. (stro, 28.5.2019)